ZANZIBAR TRAVEL DIARY

Wie versprochen kommt heute auch endlich mein verspätetes Zanzibar Travel Diary für euch. Bevor ich nach Bali geflogen bin, habe ich mich nämlich 11 Tage in Tansania aufgehalten. Wie sind wir überhaupt auf Zanzibar gekommen? Da meine Freundin und ich nur im September Zeit hatten, um zu verreisen, habe ich angefangen zu recherchieren. Denn es ist gar nicht so einfach einen Ort außerhalb von Europa zu finden, an dem das Wetter mitspielt. Wir wollten sehr gern nach Mexico, allerdings haben wir dies aufgrund des Hurricane Risikos dann schnell verworfen. Damit waren dann auch Karibik etc. für uns raus. Viele haben mir Dubai empfohlen, allerdings reizt mich es nicht so sehr und ich dachte mir, dass es doch irgendwas geben muss, was uns so richtig umhaut. Und dann bin ich auf den Indischen Ozean gekommen. Denn bereits letztes Jahr wollten eine Freundin und ich um die Zeit nach Mauritius fliegen, was letztendlich aber nicht geklappt hat. Also habe ich angefangen, verschiedene Angebote durchzuschauen und bin letztendlich auf Zanzibar gestoßen. Ich hatte die Insel gar nicht auf dem Schirm, da sie tatsächlich nicht so ein Mainstream-Ziel ist. Und schnell, ohne großes Überlegen, haben wir im Januar dann die Reise gebucht. Vorab: Zanzibar gehört wie gesagt zu Tansania. Man sollte wissen, dass die Region zu den Ärmsten der Welt gehört und ich bin der Meinung, dass man sich auch dementsprechend angemessen verhalten sollte. Dazu aber später mehr.

Erstmal vorab zu Zanzibar:

Visum: Ihr braucht ein Visum, um einzureisen. Dies könnt ihr vor Ort am Flughafen für 50 USD beantragen. Ihr braucht dafür aber definitiv eine Kreditkarte. Zudem ist es sinnvoll, vorab in Deutschland USD zu beantragen, da ihr damit eigentlich alles vor Ort bezahlen könnt. Den Tansania-Schilling braucht ihr NICHT beantragen.

Impfung: Ihr solltet die gängigen Impfungen wie Hepatitis A etc. haben. Zudem ist es sinnvoll, sich gegen Gelbfieber zu impfen. Das übernimmt bei gültigen Reiseunterlagen meist auch die Krankenkasse!

Wir haben ein Hotel im Norden der Insel gebucht, genauer gesagt in Nungwi. Ich habe gelesen, dass dort oben noch relativ wenig Tourismus herrscht und dass man wirklich gut was vom typischen Zanzibar-Leben mitbekommt. Zudem ist der Norden am geringsten von Ebbe und Flut geprägt, sodass man den ganzen Tag über im Meer schwimmen kann. Und ich muss wirklich sagen, dass uns der Ort sehr gut gefallen hat. Das Meer ist traumhaft schön, die Insel generell ist unfassbar grün und die Leute so nett, dass man fast weinen möchte.

Wir hatten von unserem Hotel wirklich einen unfassbar tollen Blick auf’s Meer. Allerdings sollte man sich bewusst machen, dass man von Nungwi aus nur beschränkte Möglichkeiten für Ausflüge hat. Man ist circa 1 1/2 Stunden Autofahrt von der Hauptstadt Stone Town entfernt. Von dort aus legen viele Boote ab, z.B. Richtung Prison Island, wo es die riesigen Schildkröten von den Seychellen zu bestaunen gibt. Trotzdem solltet ihr das unbedingt mitnehmen, es war nämlich einfach atemberaubend, diese riesigen Tiere zu sehen. Ihr dürft sie dort füttern und unterstützt mit dem Eintritt die Instandhaltung der Anlage, damit die Tiere nicht Plünderung und Diebstahl zum Opfer fallen. Zudem ist die Insel auch an sich einfach wunderschön, das Wasser lädt zum schwimmen ein und ihr könnt so viele Seesterne sehen – wie im Traum!

Das wohl größte Highlight unserer Reise war allerdings das Schwimmen in einer abgelegen Bucht zusammen mit einer riesigen Horde Meeresschildkröten. Wir sind von unserem Hotel circa 3km gelaufen und dazu muss man sagen, dass man hier leider die große Armut auf der Insel sehr gespürt hat. Die Menschen dort leben in Hütten – teilweise ohne Türen – und man sieht die kleinen Kinder mit Stock und Plastik spielen. So schön die Insel auch ist, man sollte als Tourist nie vergessen, dass sich außerhalb der ganzen 4 & 5 Sterne-Hotelanlagen das wirkliche Leben abspielt. Die Insel hat ein großes Problem mit Plastikmüll, da es kein Recycling oder Müllverbrennung gibt. All das ist so nah und greifbar und wenn man davor die Augen verschließen will, dann sollte man nicht nach Westafrika fliegen. Mir war das alles bewusst, besonders nachdem ich bereits die Townships in Kapstadt gesehen habe. Aber Zanzibar ist da wirklich noch mal eine andere Nummer. Trotz alledem haben die Leute dort ein Lächeln im Gesicht, sind freundlich und treten dir mit Respekt gegenüber. Und man selbst sollte das gleiche tun. Lächelt, redet mit den Leuten, seid interessiert. Ich habe es als so schlimm empfunden, wie viele Touristen die Einheimischen dort einfach nur angegafft haben. Wie Tiere im Zoo. Einfach ekelhaft. Anstatt zu glotzen, sollte man dies als Anreiz nehmen, was zu verändern. Und wenn es nur durch Spenden ist..

Egal wo ihr auf der Welt seid – macht euch immer klar, dass es zwei Seiten gibt!

Insgesamt bin ich unfassbar froh darüber, diese Reise unternommen zu haben. Afrika gibt mir persönlich einfach so viel. Man schätzt viel mehr, was man überhaupt hat. Die Einheimischen dort strotzen nur so vor Lebensfreude und haben einfach eine tolle Lebenseinstellung, dass man sich selbst wirklich nur was davon abschauen kann. Solche Reisen machen einen einfach viel offener für viele Dinge und es ist meiner Meinung nach wichtig und essentiell zu wissen, wie das Leben woanders sein kann.

Es ist wirklich schwierig, all meine Emotionen in einem Blogpost festzuhalten. Ich hoffe, dass euch mein kleiner Einblick in unsere Zanzibar Reise trotzdem gefallen hat. Wenn ihr Fragen habt, könnt ihr sie mir gerne hier oder per Mail stellen. Insgesamt kann ich nur sagen, dass Zanzibar wirklich eine Reise wert ist. Allerdings sollte man sich auch für die Kultur interessieren und mit der Tatsache klar kommen, dass es eine der ärmsten Regionen der Welt ist.

Bis zum nächsten Mal, Laura Milena <3 

 

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